Netzwerk

Netzwerk

Die Entwicklung neuer Lebensstile, Individualisierung und neue Kommunikationsformen haben Auswirkungen auf die traditionellen Formen von Parteiarbeit. Die Neigung von Mitgliedern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern, sich auf eine langfristige und kontinuierliche Mitarbeit im Ortsverein oder in der Arbeitsgemeinschaft einzulassen, geht zurück. Vielen potenziellen Aktiven fehlt - aus beruflichen oder familiären Gründen - die Zeit für den "Sitzungsmarathon" und die vielfältige Belastung im Parteialltag. Andere wiederum haben ein - zeitlich befristetes - Interesse an bestimmten Themen, die in ihrem Ortsverein oder Unterbezirk nicht auf der Tagesordnung
stehen.

Dies alles sind keine Argumente gegen die traditionellen Beteiligungsangebote der SPD. Diese sind weiterhin wichtig und nötig, da durch sie die tiefgreifende Verwurzelung der SPD in der Gesellschaft gewährleistet wird. Dennoch müssen wir neue Mitmachangebote schaffen, um den geänderten Lebensgewohnheiten vieler Rechnung zu tragen.

Nur so gelingt es, das Wissen und die Kompetenzen vieler für unsere Partei nutzbar zu machen. Wenn wir auch künftig Problemlösungen formulieren und durchsetzen wollen, sind wir auf eine breite Beratung und Unterstützung von Expertinnen und Experten angewiesen. Deshalb müssen wir offensiv - auch außerhalb der "sozialdemokratischen Familie" - um Bündnispartner für unsere Politik werben und Kompetenznetzwerke, die durchaus zeitlich befristet sein können, in allen Bereichen der Gesellschaft bilden.

Neben die Arbeitsgemeinschaften, die weiterhin die Vernetzung zu unseren wichtigsten Zielgruppen bilden, sind daher in den letzten Jahren neue Formen der Zielgruppenarbeit getreten. In den Foren - vom Kulturforum bis zum Forum Ostdeutschland - findet ein kontinuierlicher Dialog zwischen SPD-Fachpolitikern und Fachleuten aus den entsprechenden Gebieten statt. Inzwischen sind viele Gliederungen dem Beispiel des Parteivorstandes gefolgt und haben eigene thematische Foren auf regionaler oder lokaler Ebene ins Leben gerufen.

Hinzugekommen sind neue Ansätze von Zielgruppenarbeit, mit denen wir versuchen in gesellschaftlichen Bereichen, in denen wir einmal stark verankert waren (zum Beispiel Jugend und Hochschulen) oder die sich neu entwickelt haben (zum Beispiel IT-Branche), Netzwerkstrukturen aufzubauen.

Zudem finden Sie hier einige Kommissionen. Dies sind Arbeitsgremien, die vom Parteivorstand eingesetzt werden und bis zum jeweils nächstem ordentlichen Bundesparteitag arbeiten. Nach jedem Parteitag wird neu über die Arbeit der Kommissionen entschieden.

Wissenswertes

Nachdenkliches

Neugierig geworden?

Mischen Sie doch richtig mit!